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PALINDRUM ist ein Rhythmus- oder Klanginstrumentarium, aber noch fast entscheidender,
eine Methode,ein System. Palindrum kreiert in erster Linie einen neuen Spielplatz auf dem
Gebiet des Rhythmus und vordergründig des Trommelns.

Symmetrie

Entscheidend in der empirischen Entwicklung war die Entdeckung der Symmetrie, denn im
seltenen Fall eines symetrischen Instruments, wie hier beim Palindrum, haben beide Hände die
selben Möglichkeiten. Ob Rechts- oder Linkshänder spielt keine Rolle. Das ist bei Instrumenten
grösste Seltenheit. Seiteninstrumente, Blasinstrumente, Piano, sogar das Drum-Set, alle sind sie
asymmetrisch. Rechte und linke Hand haben verschiedene Funktionen.

Niedrigschwellig

Palindrum wurde auf Stock-Trommeln mit einem Klangaufsatz (Tipschiene) entworfen, anders
als bei Handtrommeln sind die einzelnen Sounds aufgereiht: ein Mini-Schlagzeug. Es ist kein
besonderes technisches Niveau nötig, um spielen zu können. Es ist also nicht nur Schlagzeugern
und Perkussionisten vorbehalten, sondern allen Instrumentalisten jeden Niveaus zugänglich.
Es kann von Beginn an in Gruppen musiziert werden und das Schöne daran ist,
dass es auch von Beginn weg «klingt».

Rhythmus wird sichtbar

Mit der Palindrum-Anordnung ist das Instrument gleichzeitig Notation:
Das Mikrotime auf dem Präsentierteller. Mit  Bewegungsmustern als Spielvorlage werden
rhythmische Patterns zum Tanz der Hände. Einfache und komplexe Rhythmen werden
als Bewegung gelernt und gespeichert. Eine kreative Überlistung.

Warum Palindrum?

“Otto” ist ein kurzes. “Reittier” ist auch eins. “Retsinakanister” ist vermutlich
das längste Deutsche. Es gibt auch ganze Sätze: “O Genie, der Herr ehre dein Ego”.
Wörter und Sätze, die von vorne wie von hinten gelesen das gleiche bedeuten, nennt man
Palindrome. Symmetrie ist auch das Merkmal unserer neuen Rhythmus-Methode ,
deshalb haben wir das “o” mit einem “u” vertauscht. Was aber nicht heissen soll,
dass wir der geneigten Leserschaft ein x für ein u vormachen wollen…

Open Source

Die Palindrum Methode ist einfach zu verstehen und geht von Niedrigschwelliger instrumentaler
Technik aus. Das macht ein eigenständiges Arbeiten und musizieren von Anfang an möglich.
Läng und Hägler sehen sich als Vermittler, Ideengeber, Supporter und gegebenenfalls
Instrumentenbauer für alle, die in ihrer Arbeit mit Trommlerischem Gruppenmusizieren
Unterstützung suchen.

Philipp Läng & Martin Hägler

Die beiden Musiker und Trommellehrer arbeiten seit über 20 Jahren zusammen.
Ihre Arbeit umfasst Konzerte, internationalen Theaterprojekte, Hörspiel- und
Filmvertonungen, Klanginstallationen.Bereits zum 17. Mal findet 2011 auch der
jährliche gemeinsame Trommelkurs in AiGalli/Piemont statt. Mit dem Palindrum-
Projekt versuchen sie eine Schnittstelle zu schaffen zwischen Trommelunterricht
an Musikschule und Volksschule.